TIA FLOTATION

FLOTATIONSANLAGEN für die Abwasserbehandlung

Eine Flotationsanlage dient der Entfernung von leichten Feststoffen oder fein dispersen Stoffen aus Abwasser mittels Aufschwimmen. Die Ursprünge der Flotationstechnik liegen in der Erzgewinnung. Hier wird das Erz von der Gangart getrennt.
In der industriellen Abwasserreinigung eignen sich Flotationen besonders zur Abtrennung von leichten oder fein dispersen Stoffen (z.B. Fette, Öle), zur Abtrennung gefällter und geflockter Stoffe, sowie zur Abtrennung von nicht abgesetztem, leichtem Schlamm (sogenannter Schwimm- oder Blähschlamm) aber auch von „normalem“ Belebtschlamm, der sich in der Sedimentation nicht abgesetzt hat. Häufige Anwendung finden Flotationsanlagen daher zum Beispiel in milchverarbeitenden Betrieben, Schlachthöfen und fleischverarbeitenden Industrien, oder auch Industrien mit ölhaltigem Abwasser (Speiseöl wie auch Rohöl).

Technologie:

Die Abtrennung der zu entfernenden Inhaltsstoffe wird erwirkt, indem feine Luftbläschen in das Wasser eingetragen werden, mit deren Hilfe die Schmutzstoffe oder Bakterien einfach nach oben (also zur Oberfläche) treiben. Dieses Aufschwimmen nennt man flotieren (engl. to float). Bei diesem Verfahren können hohe Qualitätsanforderungen an den Klarlauf erfüllt werden. Das Verfahren der Flotation ist schnell, platzsparend und verblockungsfrei. Es können hohe Trockensubstanz-Gehalte erreicht werden, was die Entsorgung der „Schlämme“ vereinfacht.

Die verbreitetste und effizienteste Art der Flotation ist die Druck-Entspannungs- Flotation oder DAF (engl. Dissolved Air Flotation). Prinzipiell wird Wasser unter hohem Druck mit Luft gesättigt, danach auf Normaldruck entspannt und in einen Behälter, die Flotationszelle, geleitet. Die bei der Entspannung frei werdenden Mikroblasen (<40µm) lagern sich an die Schwebstoffe an und schwimmen diese an die Wasseroberfläche, von der sie mittels Räumvorrichtungen abgetrennt werden.

Im Vergleich zu anderen Herstellern arbeiten TIA-Druckentspannungsflotationen mit einer speziellen Mehrphasenpumpe, was die Bereithaltung eines Druckkessels und Druckluft überflüssig macht. Die Mehrphasenpumpe ist selbstansaugend, und die zur Sättigung des Dispersionswassers benötigte Luft wird aus der Umgebung angesaugt. Durch diese Verfahrenstechnik wird die Überwachung, Steuerung und Wartung der Flotationsanlage vereinfacht. Zur Überwachung reichen zwei Manometer und ein Durchflussschwebekörper für die Luftansaugung vollkommen aus. Die mittels Flotation abgetrennten Stoffe werden als sogenannter Flotatschlamm mit einem Räumer von der Oberfläche abgezogen. TIA ermöglicht es ihren Kunden, den Flotatschlamm-Abzug variabel und mengenproportional auszuführen. Damit können die abgetrennten Stoffe so trocken wie möglich und somit mit hoher Festigkeit vom Wasser getrennt und entsorgt werden.